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Literaturempfehlung: “Ihr Partisanen nehmt mich mit euch“

Ein Bericht aus der Resistenza von Giacomo Notari

Giacomo Notari stammt aus einem Bergdorf im Apennin aus einer katholisch geprägten Famile und ist in ärmlichen Verhältnissen groß geworden. Mit der deutschen Besatzung ab 1943 entsteht eine dramatische Lage: Deportationen, Massaker mit vielen Toten. Das wird als himmelschreiende Ungerechtigkeit von ihm empfunden und so schließt er sich mit 17 Jahren einer kommunistischen Garibaldi- Brigade der Partisanen, der Resistenza, an.

Er beschreibt Entbehrungen und Gefahren des Partisanenlebens als Zeitzeuge  aus der Sicht eines einfachen Kämpfers schonungslos und ohne Verherrlichung. Notari erzählt dabei vom Alltag mit all seinen Gefahren. Dabei ist gleichzeitig die Rede von der Idee der Partisanen im Kampf um ein freies Leben und Land.

Er berichtet von Hunger, Erfrierungen im kalten Winter 1944/45, den Krankheiten, aber auch vom Zusammenhalt der Bergbevölkerung und vom Einsatz von allen, vor allen dem der Frauen, die Lebensmittel beschafften, Waffen schmuggelten und Informationen weiterleiteten. Später, als Bürgermeister von Ligonchio, sagt Giacomo Notari:“ Ohne sie, die Frauen, wäre der Widerstand nicht möglich gewesen.“

Ein Zeitzeugenbericht, der die Resistenza als Kampf gewöhnlicher Menschen um Würde und Freiheit erfahrbar macht. Ein wichtiges Buch gegen das Verbrechen.

PapyRossa Verlag,
159 Seiten,
2015
ISBN: 978-3-89438-583-5,
12 Euro

CategoriesHistorisch